Aktuelle Programme

„Auf dem Weg zur Blauen Blume"

Ardinghello Ensemble
Karl Kaiser – Flöte
Annette Rehberger – Violine
Sebastian Wohlfarth – Viola
Martina Jessel – Violoncello

Das Ardinghello Ensemble spielt ein Programm, das die romantische Suche nach der "Blauen Blume", der unerfüllbaren Sehnsucht thematisiert.

Beginnend mit dem klassisch-virtuosen Quartett D-Dur für Flöte und Streichtrio von Mozart führt die Reise zu dem genialen Streichtrio G-Dur op. 9, 1 von Ludwig van Beethoven. Auf dem weiteren Weg zur Blauen Blume liegen das Quartett D-Moll von Franz Danzi, das schon ganz den frühromantischen Geist spiegelt und das hochromantische Quartett A-Dur von Ferdinand Ries, einem der sehr wenigen und talentierten Schüler Beethovens.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Quartett D- Dur KV 285 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Trio G- Dur op. 9, 1 für Violine, Viola und Violoncello
Franz Danzi (1763-1826)
Quartett D- Moll op. 56, 2 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Ferdinand Ries (1784-1838)
Quartett A-Dur op. 145, 3 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello

"Mozart pur"

Ardinghello Ensemble
Karl Kaiser - Flöte

Annette Rehberger - Violine
Sebastian Wohlfarth - Viola
Martina Jessel - Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte 1777 in Mannheim drei Quartette für Flöte und Streichtrio. Mit sprudelnder Lebendigkeit, bittersüßen Melodien, ansteckender Virtuosität und meisterhafter Behandlung der Klänge und des Satzes legen diese Stücke ein frühes Zeugnis für ein einzigartiges musikalisches Genie ab.

Das berühmte Streichtrio Es-Dur KV 563 ist dagegen ein Spätwerk des Komponisten – und ein absolutes Meisterwerk. Hier hört man unter der galanten Maske eines Divertimentos neben purer Lebensfreude tiefe, romantische Abgründe der Seele. Zu Recht gilt das große Werk als Höhepunkt der gesamten Gattung.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)

Quartett C-Dur KV 285b
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Divertimento Es-Dur KV 563 Teil 1
für Violine, Viola und Violoncello
Quartett G-Dur KV 285a
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Divertimento Es-Dur KV 563 Teil 2
für Violine, Viola und Violoncello
Quartett D- Dur KV 285
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello

 

"Mozart - Die Flötenquartette"

Ardinghello Ensemble
Karl Kaiser, Flöte
Annette Rehberger, Violine
Sebastian Wohlfarth, Viola
Martina Jessel, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte 1777/78 in Mannheim drei Quartette für Flöte und Streichtrio. Mit sprudelnder Lebendigkeit, bittersüßen Melodien, ansteckender Virtuosität und meisterhafter Behandlung der Klänge und des Satzes legen diese Stücke ein frühes Zeugnis für ein einzigartiges musikalisches Genie ab.

Ein weiteres wunderbares Flötenquartett in A-Dur mit einem ariosen Variationssatz und einem schalkhaften Rondo komponierte Mozart 1786 in Wien.
Das Quartett G-Dur KV 370 komponierte Mozart in Mannheim ursprünglich in F-Dur für Oboe und Streichtrio. Die erste Drucklegung erfolgte aber 1801 in G-Dur für Flöte und Streichtrio.

Die fünf Quartette für Flöte, Violine, Viola und Violoncello zeigen Wolfgang Amadeus Mozart auf der Höhe seiner Meisterschaft mit fünf in Ausdruck und Form sehr verschiedenen wunderbaren Kammermusikwerken.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
Die fünf Quartette für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Quartett D- Dur KV 285 - Quartett G-Dur KV 285a - Quartett C-Dur KV 285b
Quartett A-Dur KV 298 - Quartett G- Dur KV 370

 

Für das Beethoven - Jahr 2020:

„Sturm auf die Serenade - Beethoven sprengt Grenzen“

Ardinghello Ensemble
Karl Kaiser - Flöte
Annette Rehberger - Violine
Sebastian Wohlfarth - Viola
Martina Jessel - Violoncello

Um 1800 waren gepflegte Unterhaltungsmusiken mit Freiluftcharakter in Wien äußerst beliebt. Alle Wiener Komponisten schrieben Cassationen, Divertimenti, Notturni oder Serenaden für die Vielzahl gesellschaftlicher Festivitäten. Die Namensbezeichnungen sind übrigens praktisch austauschbar. Das Zentrum der Gattung, die in der Nachfolge der barocken Suite steht, bildete sehr oft eine ausdrucksvolle Aria mit Variationen. Um diesen Kern gruppierten sich Menuette, Polaccas, Märsche und andere Tanzssätze. Eingeleitet wurde ein Divertimento oft mit einer Entrata und den Beschluss machte ein übermütiger Kehraus.

Ein typisches Beispiel für ein solches Stück gehobener U-Musik in unserem Programm ist das Notturno von Adalbert Gyrowetz, einem in Wien wirkenden böhmischen Musiker, der in seiner Zeit in eine Reihe mit Joseph Haydn gestellt wurde. Haydn selbst schrieb eine Vielzahl solcher Stücke für große und kleine Ensembles. Das Quartett in unserem Programm ist ein eher kurzes Stück, das aber ebenfalls den typischen Divertimentocharakter aufweist.

Beethoven, dem Bekenntnismusiker, war diese Art Musik im Grunde völlig fremd. Kein Wunder, dass er nur die beiden Serenaden unseres Programm schrieb. Und mit seiner ungestümen Art sprengte er auch dann gleich deren Grenzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Genre gleicht einer Revolte gegen etablierte Gepflogenheiten. Insofern sind sie: typischer Beethoven.

Adalbert Gyrowetz (1763-1850)
Notturno D-Dur op. 20 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Serenade D-Dur op. 8 für Violine, Viola, Violoncello
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Serenata D-Dur op. 25 für Flöte, Violine und Viola
Joseph Haydn (1732-1809)
Quartett D-Dur op. 5,1 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello

 

"Beethoven und der Wiener Komponisten Kongress"

Ardinghello Ensemble
Karl Kaiser - Flöte
Annette Rehberger - Violine
Sebastian Wohlfarth - Viola
Martina Jessel - Violoncello

Wien war 1814/15, also zur Zeit des Wiener Kongresses, nach großen politischen und sozialen Umwälzungen die kulturelle Hauptstadt der westlichen Welt. Hier entstand eine Fülle an Musik, die den empfänglichen Menschen bis heute gleichermaßen in Erstaunen versetzt, berührt und begeistert.

Nach dem Tod von Mozart und Haydn war die tiefe und kunstvolle Musik Beethovens sicher der Höhepunkt der gesamten Epoche. Aber in Wien wirkten zahlreiche Komponisten aus aller Herren Länder, ein wahrer Kongress der Musik. Deren Schaffen ergänzt und bereichert das Bild des muskalischen Ausdruckswillen am Beginn eines europäischen Neuanfangs. Viele der heute weniger bekannten Komponisten waren mit Beethoven befreundet und wurden von ihm sehr geschätzt. Dabei bewegte sich die Musik Wiens zwischen klassischem Formempfinden und der neu einsetzenden romantischen Ausdruckswelt.

Auch heute ein spannendes Erlebnis am Beginn einer neuen Zeit.

Ferdinand Ries (1784 – 1838)
Quartett A-Dur op.145/3 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Trio G-Dur op.9/1 für Violine, Viola und Violoncello
Alexander Pössinger (1767 – 1827)
Trio concertante C-Dur op.7 füe Flöte, Violine und Viola
Franz Krommer (1759 – 1831)
Quartett D-Dur op.93 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello

 

"Ludwig van Beethoven – Die Streichtrios op. 9“

Ardinghello Ensemble
Annette Rehberger - Violine
Sebastian Wohlfarth - Viola
Martina Jessel - Violoncello

Im Repertoire der Trios für Violine, Viola und Violoncello nehmen Beethovens fünf Streichtrios den wohl bedeutendsten Raum ein. Hier sind die einzelnen Spieler virtuos agierende Solisten, deren individuelle musikalische Aussagen sich dann in gleichberechtigter Partnerschaft zu einem gemeinsamen Klang ergänzen. Ludwig van Beethoven verlieh diesen Werken in solchem Maße Dichte, Ausdruck und Könnerschaft, dass sie kaum ihresgleichen haben.

Die drei Streichtrios Opus 9 konzipierte Beethoven in ihrer viersätzigen Anlage wie Sinfonien in der knappest möglichen Besetzung. Durch häufige Verwendung von Doppelgriffen in den einzelnen Instrumenten entsteht aber eine erstaunliche Vollstimmigkeit, die an ein viel größeres Ensemble erinnern. Die drei Stücke sind wie eine Beschreibung von verschiedenen Gemütszuständen. Das G-Dur Trio besticht durch sein ungemein kunstvoll-lebendiges Temperament. Das D-Dur Trio dagegen ist ein eher pastorales Stück, gleichsam eine friedlich-aufmerksame Wanderung durch eine heitere Seelenlandschaft. Das abschließende c-moll Trio ist der Paukenschlag einer neuen Ästhetik und wirkt wie eine kompromisslose Revolution durch ein leidenschaftliches Individuum.

Bezeichnenderweise hat Beethoven nach der Komposition dieser Trios, wie auch der vorausgehenden Opus 3 und Opus 8 kein Streichtrio mehr geschrieben. Offensichtlich empfand er das Genre damit als ausgereizt und wandte sich dem Streichquartett zu.

Man fragt sich, was er nach diesen fünf meisterhaften Streichtrios noch gesagt haben würde.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Streichtrio G-Dur op. 9,1 für Violine, Viola und Violoncello
Streichtrio D-Dur op. 9,2 für Violine, Viola, Violoncello
Streichtrio C-Moll op. 9,3 für Violine, Viola und Violoncello